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Wie K├╝he weniger stinken

cc by Alex Schweigert/flickr

In der Regel ist das Ammoniak daf├╝r verantwortlich, wenn die gute und saubere Landluft in der Nase bei├čt. Dieses ├╝belriechende Gas entsteht in der Regel dann, wenn die Milchk├╝he ihr Kraftfutter nur unvollst├Ąndig verdauen. Durch die D├╝ngung mit Jauche gelangt es dann schlie├člich auf die Felder. US-Forscher haben nun einen Pflanzenextrakt im Futtermittel getestet, der es m├Âglich macht, dass der Ammoniak-Aussto├č einer Kuh um bis zu einen Drittel reduziert wird. Die sogenannten Tannine, die besser bekannt sind unter dem Namen Gerbs├Ąure, sorgen daf├╝r, dass das eiwei├čreiche Futter bei den Milchk├╝hen besser umgesetzt wird. Die Wissenschaftler berichten, dass dies sowohl die Geruchsbelastung als auch die Gesundheitsbelastung verringert. Vor allem in direkter N├Ąhe zu Wohnorten und Wohnsiedlungen. Auch die Kosten f├╝r die Bauern lassen sich so senken, da dieselbe Menge an Futter sehr viel besser verwertet wird.

 

Die Forschungsabteilung des U. S. Department of Agriculture beschreibt die Entstehungskette von Ammoniak wie folgt. Die Milchk├╝he bekommen in der Regel sehr eiwei├čreiches Futter, wodurch sie dann beim Verdauen eine Vielzahl von Stickstoffverbindungen bilden. Die ├╝berfl├╝ssigen Stickstoffe werden ├╝ber den Urin aus dem K├Ârper ausgeschieden. Dabei werden diese von Enzymen in Ammoniak umgewandelt. Die Forschungen haben ergeben, dass die Tannine tats├Ąchlich f├╝r drei├čig Prozent weniger Ammoniak-Emissionen im Stall gesorgt haben, sofern das Futter nur wenige Eiwei├čzus├Ątze enth├Ąlt. Bei einem eiwei├čreichen Futter waren es noch rund 16 Prozent weniger Ausd├╝nstungen. Die Ammoniak-Emissionen sanken bei einem mit G├╝lle ged├╝ngten Boden sogar um 28 bis 49 Prozent ab. In den Milchviehbetrieben d├╝rften diese Senkungen der Ausd├╝nstungen sehr gut sp├╝rbar werden, da jede Milchkuh t├Ąglich rund 13 Liter Urin l├Ąsst.

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