Home > Allgemein, Bauernhof, Technik > Vom Landwirt zum Energiewirt

Vom Landwirt zum Energiewirt

cc by FHgitarre/flickr

Aktuell sind die Biogasanlagen in Deutschland mit rund drei Prozent an der Stromproduktion beteiligt. Mit Hilfe dieser Menge an Strom können rund fünf Millionen Haushalte versorgt werden. Jedes Jahr kommen weitere Biogasanlagen hinzu. Pro Jahr waren es in den vergangenen Jahren rund 1000 neue Anlagen. Der Landwirt wird damit auch immer mehr zum Energiewirt.

 

Allerdings ist festzuhalten, dass je stärker die Biogas-Branche wächst, desto mehr zeichnet sich ab, dass die erneuerbaren Energien nicht auch automatisch umweltfreundlich sein müssen. Denn immer mehr Mais-Monokulturen sind eine der Folgen des Biogas-Booms. Mais ist eine Pflanze mit dessen Anbau sich die Landwirte sehr gut auskennen und die sich sehr gut vergären lässt. Für die Tiere und für die Insekten sind diese Monokulturen ein Lebensraum, der ökologisch nahezu tot ist. Darüber hinaus kann der Regen den unbewachsenen Boden der sich zwischen den Maispflanzen befindet ungehindert auswaschen, was zur Folge hat, das Düngemittel wie zum Beispiel Phosphat ungehindert in die nahe gelegenen Gewässer geschwämmt werden. Auf diese Weise kippt das natürliche Gleichgewicht des Wassers um, wovon dann beispielsweise Altentiere profitieren, da ihre natürlichen Fressfeinde fehlen oder auch entsprechend abgedrängt werden.

 

Allerdings kann es in der Zukunft nicht ohne Biogas gehen, da der beschlossene Atomausstieg einen Umstieg von den fossilen zu den erneuerbaren Energien fordert. Darüber hinaus schafft die Biogas-Technologie oftmals auch gerade dort neue Arbeitsplätze, wo sie besonders dringend gebraucht werden. So zum beispiel in den strukturschwachen und ländlichen Regionen. Trotz alledem darf die daraus entstehende Belastung für die Umwelt nicht vergessen werden. Daher muss unbedingt auf Pflanzenmischungen geachtet werden, sodass sich die Monokulturen nicht weiter verbreiten und den Lebensraum für die Tiere zerstören. Die Tiere und auch die Umwelt muss geschützt werden.

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks