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Artikel Tagged ‘Ernte’

Ernte läuft nur stockend

25. Juli 2011 Keine Kommentare

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Die Ernte von Halmgetreide und Raps läuft in diesem Jahr bisher nur ganz schleppend an. Dies zumindest in weiten Teilen von Deutschland. Die Landwirte werden immer wieder zu Unterbrechungen der Drescharbeiten gezwungen, da teils sehr kräftige Schauer und Regenfälle durchs Land ziehen. Darüber hinaus ist bei den Bauern auch die Sorge um die Qualität der Ernte in diesem Jahr, da die Witterung in den vergangenen Wochen und Monaten sehr nass war. Die vergangenen Erntezeiten, die ebenso nass waren wie das aktuelle Jahr, haben gezeigt, dass der Weizen bei diesen Witterungsverhältnissen oftmals nur noch Futterqualität aufweist.

Aus weiten Teilen Deutschlands werden aktuell Meldungen darüber herausgegeben, dass sich die allgemeinen Erwartungen darüber bestätigt haben, dass das Ernteresultat unterdurchschnittlich ist. Die Ernte der Wintergerste dürfte mittlerweile trotz der doch schwierigen Wetterbedingungen nun doch weitgehend abgeschlossen sein. Ebenso ist auch der Raps in vielen Gebieten bereits eingebracht worden. Hier, bei diesen beiden Kulturen hätten sich die massiven Ertragsausfälle bereits bestätigt. In Bayern wird im Bereich der Wintergerste von einem Minus von 10 bis 15 Prozent ausgegangen und im Bereich Raps von 25 bis 30 Prozent. In weiten Teilen Frankens sind die Ausfälle weitaus dramatischer. Hier hatte die Frühjahrstrockenheit besonders schlimm gewütet, sodass die Landwirte hier Verluste von mehr als 50 Prozent bis hin zum Totalausfall verzeichnen. Für die Weizenernte hoffen die Landwirte auf einen besseren Ertrag und auf weniger Verlust. Der Weizen ist die wichtigste Getreideart in Bayern. Sollte es auch hier zu solch massiven Ausfällen kommen, dann hätte das weitaus größere Konsequenzen als beim Raps und bei der Wintergerste.

Erntezeit ist Mähtodzeit

27. Juni 2011 Keine Kommentare

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Jedes Jahr sterben auf den Feldern Tausende von Junghasen, Kitzen und Bodenbrütern. Sobald die Landwirte ihre Wiesen mähen, wird es für die Tiere gefährlich. Zwar ist die Siloernte, die mit der Geburt von vielen Tieren zusammenfällt, bereits beendet, jedoch ist das Heumachen nun bereits in vollem Gange. Insbesondere hier geht der Mähtod um. Die Tiere fallen vor allem dem Einsatz von Kreiselmähern zum Opfer.

Jägerverbände kritisieren vor allem die Tatsache, dass längst nicht alle Tiere, die in die Messer der Kreiselmäher geraten, tot seien, sondern vielmehr schwer verletzt werden, als Tierschutzproblem. Deutschlandweit kommen Schätzungen zufolge bei der Frühjahrsmahd bis zu 60 000 Kitze ums Leben. Insgesamt sind es rund 500 000 Wildtiere, wie beispielsweise Fasanen, Hasen oder andere Bodenbrüter, die getötet oder verstümmelt würden. Eine besondere Gefahr besteht an waldnahen Wiesen. Sobald sich ein Traktor einem Kitz nähere, dann laufe es nicht weg, sondern drücke sich zu Boden. Doch das Sterben der Jungtiere könne vermieden werden. Die Landwirte müssten dafür die ortsansässigen Jäger über die Mähtermine informieren. Diese können dann sogenannte Wildscheuchen aufstellen, die die Rehmütter dazu veranlassen ihre Kitze wegzulotsen. Sicherlich ist auch dann nicht gewährleistet, dass wirklich kein Tier mehr durch die Messer der Mäher stirbt, jedoch ist es so möglich, dass die Zahl der sterbenden und verstümmelten Tiere deutlich sinkt.

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Bauern befürchten Ernteausfälle

3. Mai 2011 Keine Kommentare

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Da statistisch gesehen bereit jetzt 150 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fehlen, hilft den Bauern nur ein bisschen Regen nicht weiter. Die Folge der Trockenheit sind EinbuĂźen beim Raps, bei Getreide und auch beim ersten Grasschnitt. Auch wenn die ersten Schauer in den kommenden Tagen den Norden Deutschlands erreichen sollen, sind die Landwirte eher skeptisch, dass es genug Niederschlag sein wird.

Da die Trockenheit im Norden nun bereits seit März anhält, rechnen vor allem die Bauern in Norddeutschland mit teilweise massiven Ernteeinbußen. Klaus Dahmke vom Bauernverband Schleswig-Holstein erklärte nun, dass die Landwirtschaft in diesem Jahr beim Raps gut ein Drittel weniger als im Durchschnitt bekommen wird. Daniela Rixen von der Landwirtschaftskammer ergänzte, dass aus diesem Grund nunmehr rund 10 000 Hektar Raps umgepflügt und dafür Mais angebaut worden sei. In Bezug auf das Getreide sei mit circa 10 bis 15 Prozent Einbußen zu rechnen. Allerdings gäbe es hier regional starke Unterschiede.

Damke berichtet weiter, dass auch der erste Gras-Schnitt erheblich schlechter ausgefallen sei. Besonders verheerend sei die Grassaat, die kaum gewachsen ist. Statistisch fehle bereits jetzt 150 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, sodass ein bisschen Regen den Bauern nicht weiterhelfe. Rixen betonte, dass in der Lehr- und Versuchsanstalt Futterkamp eine Messung durchgeführt wurde, die ergeben hat, dass sich erst in 60 Zentimetern Tiefe im Boden Restfeuchte feststellen ließ. Aufgrund des anhaltend starken Ostwindes sei die Verdunstung extrem hoch und sehr viele Felder seien inzwischen bereits ausgetrocknet. Im Land zwischen den Meeren falle die Situation ganz unterschiedlich aus. An der Westküste, im südwestlichen Nordfriesland sei es nicht ganz so dramatisch, da es hier Ende April fünf Millimeter Niederschlag gegeben habe. Doch der sehnliche Wunsch der Landwirte nach Regen ist nur zu verständlich.