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Artikel Tagged ‘EHEC’

FĂĽr die Deutschen ist die Hygiene wichtig

20. Juli 2011 Keine Kommentare

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Wir alle haben wohl noch die Bilder und die Berichte von vor einigen Monaten im Kopf. Überfüllte Kliniken und ein Gemüse-Boykott aufgrund der EHEC-Welle. Diese hatte scheinbar das gesamte Bundesgebiet im Griff. Für sehr viele Menschen bedeutet diese Epidemie langfristige Konsequenzen. Seitdem achten sehr viele Menschen sehr viel besser auf die Hygiene. Auch wenn die EHEC-Krise überstanden ist, ist sie noch lange nicht vergessen. Seit der Erkrankungswelle achten rund 40 Prozent der Bundesbürger auf mehr Hygiene in der Küche. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. In Auftrag gegeben wurde die Studie von der Nachrichtenagentur dpa. Befragt wurden repräsentativ 1101 Bundesbürger, von denen knapp die Hälfte zudem sagten, dass sie sich durch die Warnungen vor EHEC und der Schweinegrippe sehr viel gründlicher die Hände waschen würden.

Am 1. Mai diesen Jahres wurde der Erkrankungsbeginn vom Robert Koch-Institut bestätigt. Nach RKI – Angaben starben in Deutschland 50 Patienten an dem Erreger und mehrere Hundert Menschen erkrankten. Wahrscheinlich wurde der Erreger durch Sprossen verbreitet. Während der Krise hatten die Experten unter anderem dazu aufgerufen rohes Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Dies galt auch für die Hände. Doch auch im Hinblick auf andere Bakterien und Erreger sei streng auf die persönliche Hygiene zu achten. Nur so kann das Risiko verringert werden selber an einem gefährlichen Erreger zu Erkranken. Zu diesen Hygienemaßnahmen gehören unter anderem die Handhygiene, die Toilettenhygiene und die Küchenhygiene. Bis heute hin geben die Experten keine vollkommene Entwarnung in Bezug auf EHEC. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Erreger noch lange nicht aus der Welt ist.

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Landwirte hart durch EHEC-Alarm getroffen

27. Mai 2011 Keine Kommentare

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Die norddeutschen Landwirte sind ohne Zweifel vom Pech verfolgt. Gerade erst ist der Dioxinskandal vom Beginn dieses Jahres eingedämmt worden, nun macht ihnen das aggressive EHEC-Bakterium schwer zu schaffen. Viele Betriebe können nun vom Regen in die Traufe kommen. Am Donnerstag sorgte die Bekanntgabe des Hamburger Hygiene-Instituts vom Nachweis des Erregers in Salatgurken aus Spanien für eine kurzfristige Entspannung in der Landwirtschaft. Allerdings kann hier von Entwarnung noch lange keine Rede sein, da die Keime selbstverständlich auch noch aus anderen Quellen stammen können.

Der niedersächsische Landesbauernverband in Hannover erklärte nun, dass die aktuelle Situation für die Gemüse-Erzeuger sehr grausam sei, da sie zurzeit am Anfang der Saison stehen würden. Allerdings sei die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, dass vorerst keine rohen Gurken, Tomaten oder Blattsalate aus Norddeutschland verzehrt werden sollten, verständlich, da es sich bei EHEC um die heftigste Keule der Kolibakterien handle. Allerdings betont der Verband auch, dass sehr viel Spekulation mit in der Frage, ob das Gemüse aus Norddeutschland stammt, sei. Aktuell klammern sich die Gemüsebauern an die Hoffnung, dass der Befund aus Hamburg der einzige bestätigte bleibt. Doch solange keine absolute Klarheit über den zentralen Infektionsherd herrsche oder auch andere Lebensmittel als Träger des Bakteriums ausgemacht seien, bangen die Gemüse-Bauern weiter. Aktuell wirkt sich die Unsicherheit der Kunden sehr stark auf die Großmärkte und auf die kleineren Läden aus. Der Absatz dieser Gemüsesorten sei annähernd zum Erliegen gekommen. Für die Bauern bedeutet dies große Umsatzeinbußen. Jedes Gemüse, das nicht verkauft wird, muss von den Händlern vernichtet werden. Doch nicht nur im Norden des Landes haben die Gemüsebauern mit Absatzproblemen zu kämpfen. Vielmehr bezieht sich die Angst der Verbraucher auf das komplette Bundesgebiet.