Stabile Preise auf hohem Niveau bei der Getreideernte

18. November 2011 Keine Kommentare

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Die Getreideernte im Jahr 2011 ist gekennzeichnet durch schlechte Erntebedingungen, hohe Einbußen beim Ertrag, aber auch durch stabile Preise auf gutem Niveau. Im vergangenen Jahr waren Raps und Wintergerste die Problemkinder. ZunĂ€chst hatte der Raps unter der feuchten Aussaat zu leiden und ab Februar dann schließlich unter der anhaltenden Trockenheit. DarĂŒber hinaus haben auch die Wechselfröste um Fasching herum und die Frostnacht Anfang Mai starke Einwirkung genommen und den Weg fĂŒr die KohlschotenmĂŒcke bereitet. Diese kostete rund zwanzig Prozent des Ertrages. Der Winterweizen litt stark unter der Trockenheit. Dadurch konnte er weniger Mangan aus dem Boden holen. Die Wintergerste ergab fĂŒr die Landwirte auf dem schlechten Boden sogar eine regelrechte Missernte und der Raps blĂŒhte immer wieder nach und hörte damit gar nicht mehr auf. DarĂŒber hinaus musste die Ernte in diesem Jahr unter hohen Kosten fĂŒr die Trocknung eingeholt werden.

Auch wenn die Erntebedingungen in diesem Jahr sehr schlecht waren, sind die Landwirte im Wesentlichen mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Verluste waren weniger dramatisch als zu Beginn vermutet. Das Jahr 2011 ist gekennzeichnet durch stabile Preise auf hohem Niveau. Da sich die Preise mittlerweile binnen Minuten verĂ€ndern, ist es nahezu unmöglich geworden langfristige Prognosen zu stellen. Durch dieses Minenfeld helfen dann besonnenes Handeln, von Zeit zu Zeit ein entschiedenes Nein und ein adĂ€quates Risikomanagement. Die Perspektiven fĂŒr die Landwirte sind auch in der Zukunft gut, da Europa generell mit Agrarprodukten unterversorgt ist. Wichtig fĂŒr die Landwirte ist vor allem, dass sie immer nah am Markt sind. Denn wenn der Getreidepreis ansteigt, so steigt auch der fĂŒr den DĂŒnger.

Klimaschutz: Landwirtschaft trÀgt dazu bei

11. November 2011 Keine Kommentare

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An der konsequenten Klimaschutzpolitik hat die Landwirtschaft ein ureigenes Interesse. Mit Blick auf die internationalen Klimaverhandlungen in Durban, SĂŒdafrika, betont dies der Rheinische Landwirtschaftsverband. Denn die Landwirte bekommen die Auswirkungen einer globalen ErwĂ€rmung als allererstes zu spĂŒren. Denn es sind vor allem die Pflanzen, oft sogar auch die Tiere, die sehr empfindlich auf VerĂ€nderungen der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit und der Niederschlagsmenge reagieren. Dabei können schon Temperaturschwankungen von zwei bis drei Grad oder auch zwanzig Prozent weniger an Niederschlag ĂŒber eine gute oder schlechte Ernte eines Jahres entscheiden. Damit also auch ĂŒber Wohlstand oder Hunger. Aus diesem Grund sei, so der RLV, die BewĂ€ltigung des Klimawandels eine der grĂ¶ĂŸten Herausforderungen fĂŒr die Umwelt- und Sozialpolitik.

 

Daher fordert der Verband eine StĂ€rkung der Agrarforschung. Dieser kommt als Zukunftswissenschaft eine entscheidende Bedeutung zu. Die Landwirtschaft kann mit der Bindung des Klimagases Kohlendioxid in den Böden und auch durch die Optimierung der Produktionsverfahren in Zusammenarbeit mit der Forstwirtschaft wesentlich zur Lösung der Klimaschutzprobleme beitragen. Der RLV erklĂ€rt weiter, dass mit der Eigenschaft das CO2 aus der AtmosphĂ€re wieder zu binden, sich die Landwirtschaft wesentlich von anderen Wissenschaften unterscheide. Zwar werde naturgemĂ€ĂŸ auch bei der Produktion der landwirtschaftlichen Erzeugnisse Treibhausgase wie zum Beispiel Lachgas und Methan freigesetzt, doch unter dem Strich ist die Bilanz positiv. Die Forst- und die Landwirtschaft liefere durch die Erzeugung von Erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Daher wĂŒrden sehr viele Experten die Erneuerbaren Energien in der Kombination mit einer Steigerung der Energieeffizienz als wichtigen Teil der Lösung der Klimaproblematik werten, so der RLV.

Obst und GemĂŒse als Vitamin C Bombe

4. November 2011 Keine Kommentare

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Vitamin C zĂ€hlt zu den wichtigsten NĂ€hrstoffen fĂŒr den menschlichen Körper. Es stĂ€rkt die Immunabwehr und hilft dem Körper im Winter dabei ErkĂ€ltungen vorzubeugen. DarĂŒber hinaus beschleunigt das Vitamin C die Wundheilung und trĂ€gt zum Aufbau von Bindegewebe bei. Leider kann der Körper diese AscorbinsĂ€ure nicht eigenstĂ€ndig produzieren, sodass sie komplett ĂŒber die Nahrung aufgenommen werden muss. Laut der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung sollte tĂ€glich einhundert Milligramm aufgenommen werden. Dieser Bedarf ist bereits mit ein bis zwei Orangen gedeckt. Die ZitrusfrĂŒchte im Allgemeinen gelten als die klassischen Hauptlieferanten des Vitamin C. Neben den Orangen zĂ€hlen auch die Zitronen und die Grapefruits dazu. Diese ZitrusfrĂŒchte enthalten ausreichend des wichtigen Vitamins, damit die nötige Menge fĂŒr eine gesunde ErnĂ€hrung aufgenommen werden kann.

 

Es gibt aber auch andere Obst- und GemĂŒsesorten, die noch einen grĂ¶ĂŸeren Anteil an Vitamin C haben als die ZitrusfrĂŒchte. Sehr viele von ihnen kommen sogar aus einheimischem Anbau. Mit den ZitrusfrĂŒchten kann das KohlgemĂŒse, wie zum Beispiel GrĂŒnkohl, Rosenkohl und Brokkoli, durchaus mithalten. Einige Sorten ĂŒbersteigen den Vitamin C Anteil sogar noch. Leider geht dieser Überschuss beim Kochen oftmals verloren. Im Rohzustand enthalten Obst und GemĂŒse am meisten Vitamine und Mineralstoffe. Je nachdem wie es zubereitet wird, kann der Anteil der Vitalstoffe sehr stark abnehmen. So ist das Vitamin C hitzeempfindlich und wasserlöslich. Aus diesem Grund sollte das GemĂŒse nach Möglichkeit nur kurz und mit wenig Wasser gedĂŒnstet werden.

 

Die Obstsorten, die den meisten Anteil an Vitamin C haben, sind bei den hiesigen HĂ€ndlern kaum zu bekommen. Diese sind die Acerolakirsche und die FrĂŒchte des Camu-Camu-Strauchs, der im Amazonasgebiet heimisch ist. Der absolute Spitzenreiter ist die australische Buschpflaume. Das Fruchtfleisch dieser Frucht enthĂ€lt bis zu 3000 Milligramm pro 100 Gramm.

So machen Sie ihren Garten winterfest

31. Oktober 2011 Keine Kommentare

Wintergarten - flickr.com/Manu

SpÀtestens im November sollte der Garten winterfest gemacht werden, um frostbedingten SchÀden vorzubeugen. Vergessen Sie nicht, die Wasserleitungen von Brunnen oder diversen Wasserspielen zu entleeren. Zudem empfiehlt es sich, auch die Wasseruhren frostsicher zu verpacken. Bevor GartengerÀte eingewintert werden, sollten diese sowohl gereinigt als auch gepflegt werden.

Das Laub auf dem Rasen sollte zusammengerechnet werden und die GrĂŒnflĂ€che sollte noch einmal mit einem HerbstdĂŒnger gestĂ€rkt werden. FĂŒr eine winterliche GemĂŒseernte können im SpĂ€therbst winterharte Kohlsorten eingesetzt werden. Zudem ist es empfehlenswert, freie Beete mit einer GrĂŒndĂŒngung zu stĂ€rken. KrĂ€uter, welche sehr frostempfindlich sind, sollten noch vor KĂ€lteeinbruch in ein wĂ€rmeres Quartier ĂŒbersiedelt werden. Sowohl Laub als auch Gehölzschnitt sollten kompostiert werden. Es besteht die Möglichkeit, Laub und Gehölzschnitt mit Mulch abzudecken, den Sie in einem gutsortierten Versandhandel bekommen können. Zitruspflanzen fĂŒhlen sich im Winter auf einer sonnigen Fensterbank wohl und sollten vor dem ersten Frost in das Winterquartier gebracht werden. Von Zeit zu Zeit sollten Zitruspflanzen im Winter leicht gegossen werden.

Das ideale Winterquartier fĂŒr diverse Arten von Oleandern ist der Keller. Übersiedeln Sie Palmen unbedingt an einen lichtdurchfluteten Platz. Es empfiehlt sich, Hecken bis spĂ€testens Ende September zurĂŒckzuschneiden. Ab Mitte November sollten weder Ahorn noch Walnussbaum und Birke geschnitten werden! Hingegen macht es sowohl BĂ€umen und verwelkten StaudengewĂ€chsen als auch Rosen nichts aus, auch im Winter geschnitten zu werden. Beachten Sie, dass der Buchsbaum zwar winterresistent ebenso wie immergrĂŒn ist, jedoch bei Barfrost Gefahr lĂ€uft, zu vertrocknen. Daher sollte der Buchsbaum von Zeit zu Zeit gegossen werden.

Die winterharten Hortensien sollten keinesfalls nach Ende August zurĂŒck geschnitten werden. Junge Hortensien sollten mit Reisig vor Frost geschĂŒtzt werden. Bestreichen Sie die Rinde von ObstbĂ€umen mit weißer Farbe aus dem Versandhandel, damit sie im Winter keine unliebsamen Frostrisse erleiden. Kranke RosenblĂ€tter sollten abgezupft, abgefallene BlĂ€tter aufgesammelt und entsorgt werden. Zudem lohnt es sich, Rosen mit Reisig abzudecken. HochstĂ€mmchen sollten runtergebogen und mit Zweigen von NadelbĂ€umen eingepackt werden.

Landluft ist gesund!

27. Oktober 2011 Keine Kommentare

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Dass Landluft gesund ist, ist bereits eine ganz alte und verbreitete EinschÀtzung. Diese konnte sich in den vergangenen Jahren wissenschaftlich erhÀrten lassen. Mit unterschiedlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Kinder, die auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen sind, nachweislich seltener an Allergien oder auch an Asthma erkranken als gleichaltrige Stadtkinder. Die aktuelle Vermutung geht davon aus, dieser sogenannte Bauernhofeffekt durch die Mykobakterien hervorgerufen wird. Diese Mikroorganismen können sehr stark zu einer StÀrkung der Immunabwehr beitragen.

 

Bis jetzt wusste man aufgrund der Forschungen nur ganz allgemein, dass es verschiedenste Reservoire fĂŒr Mykobakterien in landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierhaltung gibt. Das Ziel von zwei Studienarbeiten die vor Kurzem am Lehrstuhl fĂŒr Mikrobiologie der UniversitĂ€t Bayreuth entstanden sind war daher genauere Erkenntnisse darĂŒber zu gewinnen. Die Leitfragen dabei waren die danach, wo die Mykobakterien vermehrt auftreten und was die Ursachen dafĂŒr sind. Die Studienautorinnen stellten dabei fest, dass es auf den Bauernhöfen eine Vielzahl von verschiedenen Mykobakterien gibt, die sich ganz unterschiedlich aufteilen beziehungsweise an ganz unterschiedlichen Orten gefunden wurden. So zum Beispiel im Bullen- und im KĂ€lberstall und auch im Dung dieser Tiere. Die Ursachen dafĂŒr sind bisher noch nicht eindeutig geklĂ€rt. Vermutungen gibt es hier zwar bereits jetzt, allerdings sind diese noch nicht bewiesen. Beide Studienarbeiten zeigen jedoch insgesamt, dass die Menschen, die auf einem Bauernhof leben, relativ oft mit den Mykobakterien in Kontakt kommen. Aus diesem Grund wird die Annahme gestĂŒtzt, dass es einen Kausalzusammenhang zwischen dem sogenannten Bauernhofeffekt und den Bakterien besteht. Dadurch ist die Landluft doch gesĂŒnder als die Stadtluft. HierfĂŒr gibt es selbstverstĂ€ndlich auch weitere GrĂŒnde.