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Landwirte hart durch EHEC-Alarm getroffen

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Die norddeutschen Landwirte sind ohne Zweifel vom Pech verfolgt. Gerade erst ist der Dioxinskandal vom Beginn dieses Jahres eingedämmt worden, nun macht ihnen das aggressive EHEC-Bakterium schwer zu schaffen. Viele Betriebe können nun vom Regen in die Traufe kommen. Am Donnerstag sorgte die Bekanntgabe des Hamburger Hygiene-Instituts vom Nachweis des Erregers in Salatgurken aus Spanien für eine kurzfristige Entspannung in der Landwirtschaft. Allerdings kann hier von Entwarnung noch lange keine Rede sein, da die Keime selbstverständlich auch noch aus anderen Quellen stammen können.

Der niedersächsische Landesbauernverband in Hannover erklärte nun, dass die aktuelle Situation für die Gemüse-Erzeuger sehr grausam sei, da sie zurzeit am Anfang der Saison stehen würden. Allerdings sei die Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, dass vorerst keine rohen Gurken, Tomaten oder Blattsalate aus Norddeutschland verzehrt werden sollten, verständlich, da es sich bei EHEC um die heftigste Keule der Kolibakterien handle. Allerdings betont der Verband auch, dass sehr viel Spekulation mit in der Frage, ob das Gemüse aus Norddeutschland stammt, sei. Aktuell klammern sich die Gemüsebauern an die Hoffnung, dass der Befund aus Hamburg der einzige bestätigte bleibt. Doch solange keine absolute Klarheit über den zentralen Infektionsherd herrsche oder auch andere Lebensmittel als Träger des Bakteriums ausgemacht seien, bangen die Gemüse-Bauern weiter. Aktuell wirkt sich die Unsicherheit der Kunden sehr stark auf die Großmärkte und auf die kleineren Läden aus. Der Absatz dieser Gemüsesorten sei annähernd zum Erliegen gekommen. Für die Bauern bedeutet dies große Umsatzeinbußen. Jedes Gemüse, das nicht verkauft wird, muss von den Händlern vernichtet werden. Doch nicht nur im Norden des Landes haben die Gemüsebauern mit Absatzproblemen zu kämpfen. Vielmehr bezieht sich die Angst der Verbraucher auf das komplette Bundesgebiet.

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  1. 30. Mai 2011, 18:25 | #1