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Landluft ist gesund!

cc by Silke Ebel/flickr

Dass Landluft gesund ist, ist bereits eine ganz alte und verbreitete Einschätzung. Diese konnte sich in den vergangenen Jahren wissenschaftlich erhärten lassen. Mit unterschiedlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Kinder, die auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen sind, nachweislich seltener an Allergien oder auch an Asthma erkranken als gleichaltrige Stadtkinder. Die aktuelle Vermutung geht davon aus, dieser sogenannte Bauernhofeffekt durch die Mykobakterien hervorgerufen wird. Diese Mikroorganismen können sehr stark zu einer Stärkung der Immunabwehr beitragen.

 

Bis jetzt wusste man aufgrund der Forschungen nur ganz allgemein, dass es verschiedenste Reservoire für Mykobakterien in landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierhaltung gibt. Das Ziel von zwei Studienarbeiten die vor Kurzem am Lehrstuhl für Mikrobiologie der Universität Bayreuth entstanden sind war daher genauere Erkenntnisse darüber zu gewinnen. Die Leitfragen dabei waren die danach, wo die Mykobakterien vermehrt auftreten und was die Ursachen dafür sind. Die Studienautorinnen stellten dabei fest, dass es auf den Bauernhöfen eine Vielzahl von verschiedenen Mykobakterien gibt, die sich ganz unterschiedlich aufteilen beziehungsweise an ganz unterschiedlichen Orten gefunden wurden. So zum Beispiel im Bullen- und im Kälberstall und auch im Dung dieser Tiere. Die Ursachen dafür sind bisher noch nicht eindeutig geklärt. Vermutungen gibt es hier zwar bereits jetzt, allerdings sind diese noch nicht bewiesen. Beide Studienarbeiten zeigen jedoch insgesamt, dass die Menschen, die auf einem Bauernhof leben, relativ oft mit den Mykobakterien in Kontakt kommen. Aus diesem Grund wird die Annahme gestützt, dass es einen Kausalzusammenhang zwischen dem sogenannten Bauernhofeffekt und den Bakterien besteht. Dadurch ist die Landluft doch gesünder als die Stadtluft. Hierfür gibt es selbstverständlich auch weitere Gründe.

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