Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Landluft’

Landluft ist gesund!

27. Oktober 2011 Keine Kommentare

cc by Silke Ebel/flickr

Dass Landluft gesund ist, ist bereits eine ganz alte und verbreitete Einsch├Ątzung. Diese konnte sich in den vergangenen Jahren wissenschaftlich erh├Ąrten lassen. Mit unterschiedlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Kinder, die auf einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen sind, nachweislich seltener an Allergien oder auch an Asthma erkranken als gleichaltrige Stadtkinder. Die aktuelle Vermutung geht davon aus, dieser sogenannte Bauernhofeffekt durch die Mykobakterien hervorgerufen wird. Diese Mikroorganismen k├Ânnen sehr stark zu einer St├Ąrkung der Immunabwehr beitragen.

 

Bis jetzt wusste man aufgrund der Forschungen nur ganz allgemein, dass es verschiedenste Reservoire f├╝r Mykobakterien in landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierhaltung gibt. Das Ziel von zwei Studienarbeiten die vor Kurzem am Lehrstuhl f├╝r Mikrobiologie der Universit├Ąt Bayreuth entstanden sind war daher genauere Erkenntnisse dar├╝ber zu gewinnen. Die Leitfragen dabei waren die danach, wo die Mykobakterien vermehrt auftreten und was die Ursachen daf├╝r sind. Die Studienautorinnen stellten dabei fest, dass es auf den Bauernh├Âfen eine Vielzahl von verschiedenen Mykobakterien gibt, die sich ganz unterschiedlich aufteilen beziehungsweise an ganz unterschiedlichen Orten gefunden wurden. So zum Beispiel im Bullen- und im K├Ąlberstall und auch im Dung dieser Tiere. Die Ursachen daf├╝r sind bisher noch nicht eindeutig gekl├Ąrt. Vermutungen gibt es hier zwar bereits jetzt, allerdings sind diese noch nicht bewiesen. Beide Studienarbeiten zeigen jedoch insgesamt, dass die Menschen, die auf einem Bauernhof leben, relativ oft mit den Mykobakterien in Kontakt kommen. Aus diesem Grund wird die Annahme gest├╝tzt, dass es einen Kausalzusammenhang zwischen dem sogenannten Bauernhofeffekt und den Bakterien besteht. Dadurch ist die Landluft doch ges├╝nder als die Stadtluft. Hierf├╝r gibt es selbstverst├Ąndlich auch weitere Gr├╝nde.

Winterlandschaften in der Kugel

2. September 2011 Keine Kommentare

flickr.com/ hfb

Wer von Ihnen kennt sie nicht, die Schneekugel? Nicht nur Kinder sind von den kleinen durchsichtigen Kugeln, bei denen es zu schneien anf├Ąngt, wenn man sie sch├╝ttelt oder herum dreht, fasziniert. Erfunden wurde die Schneekugel 1950 vom Unternehmer Bernhard Koziol. Quelle der Inspiration war eine Fahrt durch den verschneiten Odenwald. Diesen Moment wollte Koziol unbedingt festhalten und so entstand die heute ├╝berall bekannte Schnee- oder Traumkugel.

Mittlerweile ist die Schneekugel nicht nur in Deutschland sondern weltweit bekannt. Schneekugeln gibt es in vielen Variationen und Gr├Â├čen und oftmals sind sie ein beliebtes Mitbringsel oder Souvenir aus dem Urlaub. Ob der Eiffelturm oder die Tower-Bridge im Miniformat, die Schweizer Berge oder der K├Âlner Dom, der Fantasie sind diesbez├╝glich keinerlei Grenzen gesetzt.

In der Vorweihnachtszeit findet man in vielen Gesch├Ąften und im Online-Shop auch Schneekugeln mit kleinen Engeln, Nikol├Ąusen oder anderen weihnachtlichen Motiven. ├ťber Geschmack l├Ąsst sich bekanntlich streiten und so sind auch Schneekugeln nicht unbedingt Jedermanns Geschmack. Einige finden sie einfach nur kitschig.
Wer aber Schneekugeln mag und es dar├╝ber hinaus auch noch individuell liebt, kann sich sogar seine eigene Schneekugel selbst basteln. Mit der entsprechenden Anleitung aus einem Bastelheft oder dem Internet, lassen sich einzigartige Kreationen herstellen. So wird zum Beispiel eine Schneekugel mit Foto zu einem Unikat und zu einem ganz pers├Ânlichen Geschenk.

Es gibt sogar Museen die Schneekugeln zu ihrem Thema machen. So beispielsweise das Schneekugel Museum in Fulda in dem Sie ca. 160 verschiedene Schnee- und Traumkugeln bewundern k├Ânnen. Auch auf Hobby- und Kreativmessen begegnen Sie der Schneekugel. Ob mit Teddyb├Ąrmotiv oder dem Emblem eines Fu├čballvereins auch hier ist die Bandbreite sehr gro├č.

Wie K├╝he weniger stinken

24. August 2011 Keine Kommentare

cc by Alex Schweigert/flickr

In der Regel ist das Ammoniak daf├╝r verantwortlich, wenn die gute und saubere Landluft in der Nase bei├čt. Dieses ├╝belriechende Gas entsteht in der Regel dann, wenn die Milchk├╝he ihr Kraftfutter nur unvollst├Ąndig verdauen. Durch die D├╝ngung mit Jauche gelangt es dann schlie├člich auf die Felder. US-Forscher haben nun einen Pflanzenextrakt im Futtermittel getestet, der es m├Âglich macht, dass der Ammoniak-Aussto├č einer Kuh um bis zu einen Drittel reduziert wird. Die sogenannten Tannine, die besser bekannt sind unter dem Namen Gerbs├Ąure, sorgen daf├╝r, dass das eiwei├čreiche Futter bei den Milchk├╝hen besser umgesetzt wird. Die Wissenschaftler berichten, dass dies sowohl die Geruchsbelastung als auch die Gesundheitsbelastung verringert. Vor allem in direkter N├Ąhe zu Wohnorten und Wohnsiedlungen. Auch die Kosten f├╝r die Bauern lassen sich so senken, da dieselbe Menge an Futter sehr viel besser verwertet wird.

 

Die Forschungsabteilung des U. S. Department of Agriculture beschreibt die Entstehungskette von Ammoniak wie folgt. Die Milchk├╝he bekommen in der Regel sehr eiwei├čreiches Futter, wodurch sie dann beim Verdauen eine Vielzahl von Stickstoffverbindungen bilden. Die ├╝berfl├╝ssigen Stickstoffe werden ├╝ber den Urin aus dem K├Ârper ausgeschieden. Dabei werden diese von Enzymen in Ammoniak umgewandelt. Die Forschungen haben ergeben, dass die Tannine tats├Ąchlich f├╝r drei├čig Prozent weniger Ammoniak-Emissionen im Stall gesorgt haben, sofern das Futter nur wenige Eiwei├čzus├Ątze enth├Ąlt. Bei einem eiwei├čreichen Futter waren es noch rund 16 Prozent weniger Ausd├╝nstungen. Die Ammoniak-Emissionen sanken bei einem mit G├╝lle ged├╝ngten Boden sogar um 28 bis 49 Prozent ab. In den Milchviehbetrieben d├╝rften diese Senkungen der Ausd├╝nstungen sehr gut sp├╝rbar werden, da jede Milchkuh t├Ąglich rund 13 Liter Urin l├Ąsst.

Hohe Waldbrandgefahr im gesamten Bundesgebiet

11. Mai 2011 Keine Kommentare

cc by lilli2de/flickr

In ganz Deutschland besteht wegen der anhaltenden Trockenheit derzeit eine erh├Âhte Waldbrandgefahr. Besonders betroffen ist der Nordosten des Landes. Der internationale Waldbrandgefahrenindex, der auch vom deutschen Wetterdienst verwendet wird, hat gemeldet, dass in nahezu allen Landkreisen Brandenburgs, in Teilen Berlins, im Norden von Sachsen und Sachsen-Anhalt, im S├╝den von Mecklenburg-Vorpommern und im Osten von Niedersachsen die h├Âchste Gefahrenstufe 5 erreicht sei. Die Gefahrenstufe 4 gilt in den meisten anderen Regionen Deutschlands.

Auch wenn in Nordrhein-Westfalen bereits die ersten Regenschauer niedergingen, findet keine Entwarnung in den v├Âllig trockenen W├Ąldern statt. Auch wenn es in den kommenden Tagen zwar k├╝hler und regnerischer werden soll, ist die Brandgefahr laut Deutschem Wetterdienst in Essen noch nicht bebannt. Ein Meteorologe erkl├Ąrte, dass f├╝r eine Entwarnung 20 bis 30 Liter Wasser pro Quadratmeter am St├╝ck herunterkommen m├╝sste. Daher gaben sehr viele Beh├Ârden f├╝r die verschiedenen Landkreise nun eine entsprechende offizielle Warnung heraus. Diese basiert auf einem anderen Stufensystem, bei dem die Stufe 4 die h├Âchste ist.

Im gesamten Bundesgebiet hat es bereits seit Februar viel zu wenig geregnet. Im Durchschnitt fielen 77 Liter Regen pro Quadratmeter. Damit fielen weniger als die H├Ąlfte der ├╝blichen Menge. Dementsprechend sind auch die W├Ąlder und Wiesen sehr stark ausgetrocknet und bereits der kleinste Funke reicht mittlerweile aus, damit Gras und Laub in Flammen aufgehen. In den vergangenen Tagen ist es bereits zu zahlreichen Br├Ąnden, auch in Natur- oder Landschaftsschutzgebieten gekommen. Auch wenn das aktuelle Hochdruckgebiet in den n├Ąchsten Tagen von einem Tiefdruckgebiet verdr├Ąngt werden wird, ist es eher unwahrscheinlich, dass damit die Waldbrandgefahr komplett gebannt sein wird.

Beginn der Heuschnupfenzeit

11. Februar 2011 Keine Kommentare

Pollen: f├╝r Bienen n├Âtig, f├╝r Menschen manchmal eine echte Qual. Photo: Nicolas Gent

Bereits Ende Januar flogen in Deutschland die ersten Pollen durch die Luft, es handelte sich vor allem um Haselnuss und Erle. In diesem Jahr wird weiterhin in gro├čem Ma├če eine Belastung durch Birkenpollen erwartet, ├Ąhnlich wie bereits vergangenes Jahr, sowie eine allgemeine Verl├Ąngerung der Pollenflugzeit. Grund daf├╝r sei vor allem die Klimaerw├Ąrmung, so Experten. Dadurch fingen B├Ąume und Str├Ąucher fr├╝her mit der Befruchtung an und lie├čen Pollen l├Ąnger fliegen.

Dieser Trend hat sich bereits ├╝ber mehrere Jahre angezeigt. Nur Haselpollen lassen dieses Jahr aufgrund der besonders kalten Witterung im Januar noch etwas auf sich warten.

Im Schnitt herrscht in Deutschland zwischen Januar und Oktober Pollenflugsaison, je nach Witterung variieren Anfang und Ende um bis zu vier Wochen.

Gegen derartige Baumpollen haben rund sechs Millionen Deutsche eine Allergie und leiden beim Kontakt unter Augentr├Ąnen und ÔÇôreizungen, verstopfter Nase und Atemnot. Die Symptome k├Ânnen je nach Pollenart unterschiedlich stark auftreten. Am besten l├Ąsst man bei Verdacht auf eine Pollenallergie den Hausarzt durch einen Allergietest den genauen ├ťbelt├Ąter festmachen.

Gegen eine langfristige Unterdr├╝ckung der Allergie kann man sich desensibilisieren lassen, was allerdings ein andauernder und kostspieliger Prozess ist. Kurzzeitig helfen Tabletten und andere Mittelchen, die Betroffene in Apotheken erwerben k├Ânnen.

Allergiker sollten vor allem auf die Vermeidung von Pollen in den eigenen vier W├Ąnden achten. Dazu geh├Ârt der sofortige Wechsel der Kleidung beim Betreten der Wohnung und das anschlie├čende Waschen selbiger. Auch die Haare m├╝ssen jeden Abend gewaschen werden, da sich im Laufe des Tages hier viele Pollen unbemerkt ansammeln.

Damit kann die Nacht recht gut und ruhig ├╝berstanden werden.