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Haustierhaltung: Laufenten

Laufenten sind natürliche Schädlingsbekämpfer im heimischen Garten. Photo: Roberto Verzo

Noch ein Exot in deutschen Gärten, neben den Minischweinen, sind Laufenten. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Enten gehen sie aufrecht und sind flugunfähig.

Hat man Laufenten im eigenen Garten, braucht man sich um Schneckenprobleme keine Gedanken mehr zu machen. Die Vögel fressen sowohl ausgewachsene Schnecken als auch ihre Eier. Ebenselbige legen sie selbst in ausreichendem Maße: Wer auf eine artgerechte Gartenhaltung achtet, wird mit über 150 Eiern pro Jahr und Ente belohnt.

Doch genau diese artgerechte Haltung ist nicht einfach. Die Laufenten, auch Indische Laufente beziehungsweise Flaschenente genannt, benötigen einen Auslauf von mindestens 500 Quadratmetern Fläche und eine Wasserstelle. Teiche, die zu sehr bewachsen sind, eignen sich nicht, ebenso wenig wie aufblasbare Planschbecken oder Ähnliches.
Die Haltung sollte immer paarweise erfolgen. Bei gleichgeschlechtlichen Paaren kommt es oft zu lautstarken Auseinandersetzungen. Von einer Einzelhaltung ist unbedingt abzuraten.

Die natürlichen Feinde von Laufenten kommen von außerhalb: wildernde Hunde, Marder, Füchse. Dagegen helfen Schutzmaßnahmen wie ein dichter, sicherer und hoher Zaun (mindestens 1,80 Meter) und allabendliches Wegschließen der Enten in einen Stall. Pro Entenpaar benötigt man ungefähr die Fläche einer Hundehütte, ausgelegt mit trockenem Stroh. Bis zu einer Temperatur von -15 °C kann der Stall unbeheizt bleiben.

Laufenten sind gelehrig, anhänglich und agil – der Name kommt nicht von ungefähr. Wer ihnen den Lebensraum bieten kann, den sie brauchen, wird lange seine Freude an ihnen haben: Im Schnitt werden Laufenten zwölf Jahre alt.

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