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Häcksler und Schredder im Garten

Was tun mit der großen Menge Gartenabfall nach dem Baum- und Heckenschnitt? Wohin mit den verwelkten Blumen und dem vielen Laub im Herbst? Selbst bei einem kleinen Garten ist rasch so viel Material beisammen, dass es nicht in die Bio-Tonne passt. Die Entsorgung bereitet zusätzliche Kosten und hohen Aufwand. Hier lohnt sich die Anschaffung eines Gartenhäckslers. Er zerkleinert Grünschnitt, Äste und Pflanzenreste und das Schnittgut kann anschließend sinnvoll weiterverwendet werden, zum Beispiel um den Garten winterfest zu machen.

Der Häcksler oder Schredder – beides bezeichnet dasselbe Gerät – reduziert Gartenabfälle um drei Viertel ihres Volumens. Je nach Zusammensetzung dient das Häckselgut anschließend zum Mulchen oder Kompostieren. Als Mulchschicht unter Bäumen und Bepflanzungen schützt es vor Hitze, Kälte und Unkraut. Kompostierter Grünschnitt ergibt einen hervorragenden, natürlichen und kostenlosen Dünger.

Welcher Häcksler ist der richtige?
Für größere Gärten ist ein Benzinhäcksler zu empfehlen, da er keinen Stromanschluss benötigt. Elektrohäcksler sind vor allem für kleine Gärten sinnvoll. Beide Modelle gibt es in verschiedenen Leistungsklassen. Je höher die Leistung, desto stärkeres Schnittgut kann zerkleinert werden.

Zusätzlich spielt die Häckseltechnik des Geräts eine Rolle: Gartenhäcksler mit Messerwalzen sind vorrangig für Äste und Zweige geeignet. Diese sogenannten Leisehäcksler sind robust, leicht zu warten und geräuscharm.

Um einiges lauter arbeiten Messerhäcksler. Sie eignen sich vor allem für weiches Material, etwa für welke Pflanzen und Laub. Beim Zerkleinern von hartem Holz werden die Messer rasch stumpf. Sie können jedoch umgedreht, gefeilt oder nachgekauft werden.

Universalhäcksler können sowohl für Äste als auch für weiches Schnittgut benutzt werden. Bei ihnen kommt neben den üblichen Messern ein zusätzliches Kronmesser zur vorbereitenden Zerkleinerung des Schnittguts zum Einsatz. Neben diesen Modellen gibt es weitere Ausführungen mit kombinierter Schneidetechnik.

Geräte mit separaten Einfülltrichtern für grobes und weiches Schnittgut erleichtern die Arbeit und beugen Verstopfungen vor. Manche Häcksler sind mit einem Auffangbehälter ausgestattet, bei anderen ist er separat erhältlich – ein Vergleich lohnt sich, da ein Auffangkorb oder -sack den Transport des Häckselguts erheblich erleichtert.

Tipps zur Sicherheit
Alle Schredder mit Messerwerk entwickeln einen hohen Geräuschpegel. Daher ist beim Betrieb ein Gehörschutz nötig. Der Häcksler sollte stets langsam mit Schnittgut befüllt werden. Zu eiliges Arbeiten ist der Hauptgrund für zurückschlagende Äste. Eine Schutzbrille ist unverzichtbar.

Vor dem Beseitigen von Verstopfungen muss der Häcksler abgeschaltet werden. Die Entfernung der Blockade darf erst bei Stillstand des Motors erfolgen. Moderne Geräte sind so konstruiert, dass die Hände nicht in Kontakt zu den Schneidemessern geraten können. Dennoch empfiehlt es sich, Schutzhandschuhe zu tragen, denn auch das Schnittgut kann leicht zu Verletzungen führen.

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