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Erster Bauernhof auf dem Meer

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Aktuell sind die Wissenschaftler auf der Suche nach alternativen Möglichkeiten, da der traditionelle Landanbau nicht mehr dafür ausreicht die Weltbevölkerung zu versorgen. Daher ist der schwimmende Bauernhof laut Meinung der Experten der Agraruniversität in Wageningen eine gute Option dafür, den gesteigerten Bedarf der Weltbevölkerung an Energie und Nahrung zu decken. Vor kurzem hat der erste Bauernhof auf dem offenen Meer den Betrieb in der niederländischen Provinz Zeeland aufgenommen. Dieser Bauernhof mit dem Namen „de Schelphoek“, zu Deutsch die Muschelecke, besteht aus schwimmenden Pontons. Dieses nachhaltige Konzept des ersten schwimmenden Bauernhofs beruht vor allem auf der Züchtung von Seegras.

Diese Algen werden mit Stärke und Eiweiß versorgt und können so letztendlich in einer Reihe von Produkten, wie zum Beispiel Kroketten, Medikamenten und Schokoladenmilch, verwendet werden. Darüber hinaus ist das Seegras auch als Grundstoff für die Erzeugung von Bioenergie einsetzbar. Demnach arbeitet der Bauer der Zukunft also auf dem Meer. Denn hier gedeiht das Seegras an dicken Seilen im Salzwasser. Die Erwartungen der Biologen sind dementsprechend groß. Auch als Grundmaterial für Kunststoffe sollen die strähnigen Pflanzen durch eine industrielle Bearbeitung dienen. Mindestens drei Jahre lang soll das Projekt dauern. Die Voraussetzung hierfür ist die, dass weder die Artenvielfalt des Meeres, noch die Natur in ihrer Gesamtheit in irgendeiner Weise geschädigt wird. Eine sehr findige niederländische Spirituosenhändlerin verwendet das Seegras neuerdings für die Herstellung von Schnaps. Bereits jetzt erfreut sich das Getränk einer sehr großen Beliebtheit. Allerdings wird für die Herstellung zurzeit noch japanisches Seegras verwendet. Doch das soll sich nun mit dem neuen Bauernhof auf dem Meer ändern.

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