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Archiv für Januar, 2011

Rezepte: Quiche

30. Januar 2011 Keine Kommentare

Quiche - ein echter Allrounder. Photo: Katrin Morenz

Der Winter ist eine undankbare Jahreszeit. Für Gartenarbeit ist es zu kalt, der Boden zugefroren. Im Haus gibt es auch nichts zu tun und am Haus möchte man bei den Temperaturen nicht herum werkeln. Abhilfe gegen die aufkommende Winterdepression schaffen Kochen und Backen in großem Stil – die Familie wird es freuen.

Grund genug, nicht nur die verstaubten Rezeptbücher endlich aus dem Schrank zu holen, sondern auch Altbewährtes wieder auszuprobieren – wie die Quiche.

Die Quiche ist eine Spezialität aus Lothringen, Frankreich und ähnelt einer Tarte. Vom Prinzip ist sie das französische Pendant zur Pizza, wenngleich höher und gefüllt. Die Quiche basiert auf einem Mürbeteig, der in einer runden, flachen Form gebacken wird, die Füllung ist herzhaft und mit einer Auflage aus Eiern und Milch versehen.

Weiter gehören zur klassischen Quiche Käse, Zwiebeln und Sahne dazu – teilweise auch Speck, wie bei der bekannten Quiche Lorraine (die Lothringer Specktorte). Im deutschen Raum haben sich Varianten der Quiche mit Lachs und Spinat, Lauch oder anderem Gemüse entwickelt, streng genommen sind diese dann allerdings keine Quiches mehr, sondern Tartes. Die Quiche wird als warme Vorspeise oder Hauptgericht gereicht.

Rezept

Für den Quiche-Grundteig mischt man 200 Gramm Mehl, 100 Gramm Butter, vier Esslöffel Milch und eine Prise Salz. Der Teig muss gut verknetet und für eine halbe Stunde kalt gestellt werden. Die Füllung ist je nach Geschmack variabel. Die klassische Quiche Lorraine wird mit 100 Gramm Speck und zwei Zwiebeln, beides angebraten, 150 Gramm Sahne, einer Tasse Milch, drei Eiern und 100 Gramm geriebenen Käse gefüllt und 30 Minuten bei 200 Grad gebacken.

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NatĂĽrliche Hausmedizin

30. Januar 2011 Keine Kommentare

Die Natur hält viele Heilmittel bereit. Photo: Adrienne Alix

Ein grippaler Infekt, ein verspannter Nacken, Insektenstiche. Banale Krankheiten, die aber im Alltag bereits einschränkend wirken. Deshalb haben wir Tabletten, Cremes und Tinkturen parat, um gegen solche Unannehmlichkeiten jederzeit gerüstet zu sein. Es geht aber auch ohne Chemie.

Krankheiten wegwickeln
Die Anfertigung von Wickeln kennen viele nur noch von ihren GroĂźeltern, wenn ĂĽberhaupt. Doch in den Zeiten, in denen Natur und natĂĽrliche Heilmittel einen groĂźen Anklang finden, sind auch Wickel wieder gefragt.

Kartoffel-Wickel
Ein Kartoffel-Wickel auf der Brust wirkt schleimlösend und entkrampft den Brustbereich. Dazu kocht man fünf bis sechs Kartoffeln, legt sie in ein Küchentuch und zerdrückt sie mit einem Nudelholz. Die Masse schlägt man in ein Baumwolltuch ein und legt sie auf die Brust. Wärmeisolierung ist wichtig! Am besten eignet sich ein Handtuch, das man um den Wickel legt.

Zwiebel-Wickel
Bei Hals- und Ohrenschmerzen sowie bei Insektenstichen wirkt ein Zwiebel-Wickel Wunder. Eine Zwiebel wird klein geschnitten, ohne Zusätze kurz erhitzt und auf ein Baumwolltuch, zum Beispiel ein Stofftaschentuch, gegeben. Die Auflage so heiß wie möglich auf die betreffenden Stellen legen – am Ohr hilft ein Stirnband beim Fixieren – und mindestens eine Stunde einwirken lassen.

Leinsamen-Auflage

Nach einem stressigen Arbeitstag oder einer durchfeierten Nacht können Leinsamen müden Augen sehr gut tun. Für eine Leinsamen-Auflage bringt man zwei Tassen Wasser zum Kochen und lässt 200 Gramm Leinsamen darin aufquellen. Die Masse danach auf ein Tuch streichen, zusammenfalten und auf die Augen legen. Optimal ist es eine neue Auflage anzufertigen, sobald die jetzige kalt wird.

Die Wickel ersetzen natürlich keinen Besuch beim Arzt, aber sie können als Sofortmaßnahme ohne Probleme (und vor allem ohne Nebenwirkungen!) angewandt werden.

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Haustierhaltung: Laufenten

23. Januar 2011 Keine Kommentare

Laufenten sind natürliche Schädlingsbekämpfer im heimischen Garten. Photo: Roberto Verzo

Noch ein Exot in deutschen Gärten, neben den Minischweinen, sind Laufenten. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Enten gehen sie aufrecht und sind flugunfähig.

Hat man Laufenten im eigenen Garten, braucht man sich um Schneckenprobleme keine Gedanken mehr zu machen. Die Vögel fressen sowohl ausgewachsene Schnecken als auch ihre Eier. Ebenselbige legen sie selbst in ausreichendem Maße: Wer auf eine artgerechte Gartenhaltung achtet, wird mit über 150 Eiern pro Jahr und Ente belohnt.

Doch genau diese artgerechte Haltung ist nicht einfach. Die Laufenten, auch Indische Laufente beziehungsweise Flaschenente genannt, benötigen einen Auslauf von mindestens 500 Quadratmetern Fläche und eine Wasserstelle. Teiche, die zu sehr bewachsen sind, eignen sich nicht, ebenso wenig wie aufblasbare Planschbecken oder Ähnliches.
Die Haltung sollte immer paarweise erfolgen. Bei gleichgeschlechtlichen Paaren kommt es oft zu lautstarken Auseinandersetzungen. Von einer Einzelhaltung ist unbedingt abzuraten.

Die natürlichen Feinde von Laufenten kommen von außerhalb: wildernde Hunde, Marder, Füchse. Dagegen helfen Schutzmaßnahmen wie ein dichter, sicherer und hoher Zaun (mindestens 1,80 Meter) und allabendliches Wegschließen der Enten in einen Stall. Pro Entenpaar benötigt man ungefähr die Fläche einer Hundehütte, ausgelegt mit trockenem Stroh. Bis zu einer Temperatur von -15 °C kann der Stall unbeheizt bleiben.

Laufenten sind gelehrig, anhänglich und agil – der Name kommt nicht von ungefähr. Wer ihnen den Lebensraum bieten kann, den sie brauchen, wird lange seine Freude an ihnen haben: Im Schnitt werden Laufenten zwölf Jahre alt.

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Haustierhaltung: Minischweine

23. Januar 2011 1 Kommentar

Minischweine werden als Haustiere immer beliebter. Photo: Ernst Vikne

Seit einigen Jahren ist die Haltung von Minischweinen als Haustieren stark auf dem Vormarsch. Die kleinen Gefährten sind intelligent und anhänglich, ein Vergleich mit Hund und Katze ist aber, besonders was die Haltung angeht, nicht richtig.

Das Minischwein stammt, wie alle domestizierten Schweinerassen, vom europäischen und asiatischen Wildschwein ab und gehört zu der Unterkategorie der Schweine bis 100 Kilogramm. Tatsächlich liegt das Gewicht von Minischweinen mit 15 bis 60 Kilogramm noch deutlich unter dem Einteilungskriterium. Minischweine erreichen bei guter Haltung ein Alter von zwölf bis 15 Jahren.

Die bekanntesten Rassen sind das Münchner Miniaturschwein, das Vietnamesische Hängebauchschwein und das Göttinger Minischwein, eine Paarung aus letzterem und dem amerikanischen Minnesota Minipig. Ursprünglich wurden Minischweine aufgrund ihrer großen genetischen Ähnlichkeit zum Menschen für Tierversuche gezüchtet.

Schweine sind Allesfresser, das heißt sie können, sollen aber nicht alles zu fressen bekommen. Aufgrund von Seuchengefahr sind Fleisch und Küchenreste verboten.

Minischweine haben einen unstillbaren Appetit. Man sollte deshalb genau darauf achten, wie viel sie zu fressen bekommen. Optimal ist eine Menge von einem bis zwei Prozent des Körpergewichts. Mastfutter, wie es in der Massentierzucht verwendet wird, ist gänzlich ungeeignet. Lieber frisst ein (Mini)Schwein Obst, Gemüse, Bruchmais, Karottenpellets und Joghurt. Gras und Heu sowie ausreichend Wasser sollten immer zur Verfügung stehen.

Minischweine sind nicht für die reine Wohnungshaltung geeignet. Sie sind soziale Tiere -Einzelhaltung ist verboten- und benötigen einen Auslauf von 100 Quadratmetern pro Tier. Trotz ihrer Anhänglichkeit, Stubenreinheit und Größe gelten sie immer noch als Nutztier und unterliegen den damit verbunden Auflagen bezüglich Gehege, Fütterung und behördlicher Meldung.

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Scheunenfund Mammut Motorrad ?

8. Januar 2011 Keine Kommentare

Mammut Motorräder von Münch

Bei der Firma Münch, die die Mammut Motorräder herstellt, handelt es sich um ein Unternehmen, das individuelle und aufwendig gebaute Motorräder konstruiert und vermarktet. Dabei ist das Besondere, dass alle Maschinen in Einzelanfertigung gebaut werden und meist aus einem luftgekühlten Automotor bestehen, was den Bikes besonders viel Leistung gibt.

Gegründet wurde das Unternehmen von Friedel Münch (der auch der Namensgeber ist), der zuerst als Konstrukteur bei Horex gearbeitet hat. Erst als Münch nach Friedberg-Ossenheim kam und dort Motorräder reparierte, wurde er im Rennsport bekannter. Schnell interessierten sich Rennfahrer wie Jean Murit, für die Bikes von Münch und nahm Kontakt zu diesem auf. Murit wollte ein Motorrad mit einem zuverlässigen Motor und gut funktionierenden Bremsen von Münch. Dieser wählte für den Antrieb den Vierzylinder-PKW-Motor aus dem NSU Prinz 1000 und konstruierte, aus Teilen und Komponenten der Firma Horex, eine passende Kupplung und ein Getriebe, und fertigte alle restlichen Teile für ein fahrtüchtiges Motorrad nach eigenen Plänen an. Das Besondere an diesem Modell war, dass es Vorderradbremse aus Elektron-Leichtmetallguss besaß, die auch den leistungsfähigen Motor schnell abbremsen konnten.

Schnell fanden sich viele Fans für dieses außergewöhnliche Konzept eines Motorrads, dass ab diesem Zeitpunkt den Namen Mammut tragen sollte. Im Laufe der Jahre kamen dann immer wieder neue Modelle des Mammut Motorrads auf den Markt, die sich nicht nur in den Leistungen und Aussehen unterschieden, sondern auch in den kleinen Feinheiten die ein Motorrad und dessen Verhalten auf der Straße ausmachte. Die Spezialität des Unternehmens blieb dabei aber immer, Leistungsstarke Motoren (meist aus Autos) zu nehmen und diese in ihren Motorrädern zu verbauen.

Ab 1997 gab es das Projekt Mammut 2000, bei dem die Firma Münch das stärkste Serienmäßige Motorrad der Welt, in einer Kleinserie (250 Stück) herstellten wollte. Für diese Unterfangen wurde das Unternehmen Münch Motorrad Technik GmbH gegründet, trotzdem verzögerte sich die geplante Auslieferung der Maschinen von 2000 auf 2002. Es wurden aber nur 15 Bikes dieser Art gebaut und Verkauft, da ihre Konstruktion den angepeilten Verkaufspreis überstiegen und somit nicht mehr rentabel war.

Wenn Sie also so ein SchmuckstĂĽck in Ihrer Scheune finden, wissen Sie das es etwas ganz besonderes ist.

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